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NetĂn
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NetĂn (deutsch Nettin) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt acht Kilometer nordwestlich von VelkĂ© MeziĹ™ĂÄŤĂ und gehört zum Okres Žďár nad Sázavou.
Contents
• Geographie
• Geschichte
• Weblinks
• Einzelnachweise
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Geographie
NetĂn befindet sich am Rande der ArnoleckĂ© hory in der Böhmisch-Mährischen Höhe. Das Dorf liegt am sĂĽdöstlichen FuĂźe des HĂĽgels Strážnice (608 m) ĂĽber den Tälern der Bäche Zátoky und KĹ™ibskĂ˝ potok. Im Nordosten erhebt sich die Hora (549 m), sĂĽdwestlich der ÄŚernochov (556 m) und Kozinec (555 m). Auf dem Kataster von NetĂn befinden sich mit dem NetĂnskĂ˝ rybnĂk, VrkoÄŤ, Ochoz, KněžskĂ˝ rybnĂk und KĹ™enčák mehrere größere Teiche, sĂĽdöstlich liegt die Talsperre MostištÄ›.
Nachbarorte sind ZadnĂ ZhoĹ™ec, HornĂ MlĂ˝n, DolnĂ MlĂ˝n und Záseka im Norden, KrásnÄ›ves im Nordosten, DolnĂ Bory im Osten, Olšà nad Oslavou und Závist im SĂĽdosten, LaviÄŤky und Kochánov im SĂĽden, BlĂzkov im SĂĽdwesten sowie DÄ›dkov im Westen.
Geschichte
Der Ort gehörte wahrscheinlich ab der Mitte des 12. Jahrhunderts zu den Besitzungen des Klosters TĹ™ebĂÄŤ und wurde 1298 der Propstei MěřĂn ĂĽbertragen. Jedoch hat sich eine Urkunde, wonach das Dorf Nmecino nach dem Tode des Herzogs Vratislav von BrĂĽnn im Jahre 1156 an das Kloster gelangt sein soll, als eine Fälschung aus dem Ende des 12. Jahrhunderts erwiesen. Als gesicherte Ersterwähnung von VznÄ›tĂn gilt daher das Jahr 1370. Jan von MeziĹ™ĂÄŤĂ lieĂź im Einvernehmen mit dem Markgrafen und der Trebitscher Abt um NetĂn mehrere Fischteiche errichten. Von den Teichen ausgehende Ăśberschwemmungen fĂĽhrten 1498 zu einem Streit zwischen Wilhelm II. von Pernstein und Jan von Lomnice. Nach der Aufhebung der Propstei MěřĂn entstand die Herrschaft MěřĂn-NetĂn. 1556 wurde MěřĂn an die Herrschaft Deutsch Rudoletz verkauft. 1559 erwarb Jan d. Ă„. StráneckĂ˝ von Stránec NetĂn und schlug es seiner Herrschaft ZhoĹ™ zu. Zu dieser Zeit war NetĂn Sitz eines Richters und im Ort bestand eine Brennerei. Nach der Schlacht am WeiĂźen Berg wurden 1621 die GĂĽter der StráneckĂ˝ von Stránec konfisziert und an Stephan Schmidt von Freyhofen auf Kunstadt verkauft. 1653 erhielt der Konvent der Unbeschuhten Karmeliter der hl. Anna in Mannersdorf die Herrschaft ZhoĹ™. Nachfolgende Besitzer waren ab 1680 Rudolf Graf Rabatta zu Dornberg und ab 1695 Johann Dietrich Ritter zu Rummerskirch und seine Nachfahren. Seit 1688 existierte eine Pfarrschule. Das älteste Ortssiegel stammt von 1717. 1728 wurde ZhoĹ™ mit allem Zubehör zwangsversteigert und 1729 durch den Käufer Franz Graf Ugarte an die Herrschaft VelkĂ© MeziĹ™ĂÄŤĂ angeschlossen.
Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete NetĂn ab 1850 mit den Ortsteilen Kochánov und ZadnĂ Zhorec und der Ansiedlung Záseka eine Gemeinde in der Bezirkshauptmannschaft VelkĂ© MeziĹ™ĂÄŤĂ. Bei einem GroĂźbrand wurden im Juli 1887 37 Häuser und die Schule zerstört. 1922 entstanden die Gemeinden Kochánov und ZadnĂ ZhoĹ™ec. Im Jahre 1961 erfolgte die Zuordnung zum Okres Žďár nad Sázavou. 1980 wurde NetĂn nach RadostĂn nad Oslavou eingemeindet. Seit 1990 besteht die Gemeinde wieder und seit 2005 fĂĽhrt sie ein Wappen und Banner. In den 101 Häusern des Ortsteiles NetĂn leben im Jahre 2001 306 Menschen. Daneben bestehen 21 Feriendomizile.
Gemeindegliederung
SehenswĂĽrdigkeiten
• Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, der ursprünglich spätgotische Bau aus dem 13. Jahrhundert wurde in den Jahren 1739 bis 1740 im Stil der barocken Gotik umgestaltet. Die Pläne dazu stammen wahrscheinlich von Johann Blasius Santini-Aichl. Der 31 m hohe Kirchturm entstand 1780
• FĂĽrstenkapelle mit Kreuzweg und Gruft der Familie Lobkowitz, nördlich der Kirche. Der neogotische Ziegelbau entstand zwischen 1869 und 1871 fĂĽr Leopold FĂĽrst Lobkowitz auf VelkĂ© MeziĹ™ĂÄŤĂ nach Plänen des Architekten August Prokop. Sie besteht aus der Gruft Allerseelen und der darĂĽber gelegenen Kapelle der Sieben Schmerzen Mariä. Zuletzt wurde in der Gruft die Besitzerin des Schlosses VelkĂ© MeziĹ™ĂÄŤĂ, Josephine Gräfin Podstatzky-Lichtenstein (1905–2000), eine Tochter von Franz Graf Harrach, beigesetzt. Zu der Anlage fĂĽhrt von NetĂn ein Kreuzweg herauf. Entlang einer Lindenallee stehen 14 Kapellen.
• barocke Statue des hl. Johannes von Nepomuk, geschaffen 1715
• barockes Pfarrhaus
• Teiche VelkĂ˝ netĂnskĂ˝ rybnĂk (41,61 ha) VrkoÄŤ (10,02 ha) und Ochoz; das Erholungsgebiet mit Feriensiedlungen liegt sĂĽdlich des Dorfes am Bach Zátoky
• KněžskĂ˝ rybnĂk (8,13 ha) am KĹ™ibskĂ˝ potok bei Záseka, Erholungsgebiet mit FerienhĂĽtten
Weblinks
Commons
: NetĂn
– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
• Porträt auf den Seiten der Mikroregion
• Beschreibung auf www.nasemorava.cz
Einzelnachweise
cite-note-11. http://www.uir.cz/obec/596183/Netin
cite-note-22. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2023 (PDF; 602 kB)
cite-note-33. ↑ http://www.uir.cz/casti-obce-obec/596183/Obec-Netin
cite-note-44. ↑ http://www.uir.cz/katastralni-uzemi-obec/596183/Obec-Netin